Die Dämmung der Außenwand sollte ökologisch, nachhaltig und klimaneutral, mit geringstem CO2 Fußabdruck hergestellt werden. Die Holzständer wurden auf das übliche Maß eines Kleinballens (48/100/36 cm) abgestimmt. Die Wandstärke beträgt somit in etwa die gleiche Stärke wie ein übliches Ziegelhaus mit 36,5er Porotonstein. Durch den gepressten Einbau der Ballen entsteht nach der Rasur der überstehenden Halme eine feste Wandoberfläche, die mit Gewebe oder Streckmetall überspannt und verputzt werden kann. Es sind keinerlei Folien oder Dampfsperren erforderlich. Für Mäuse oder andere Kleintiere gibt es durch die geschlossene und gepresste Oberfläche keinen Zugang.

KLIMASCHUTZ MIT STROH, HOLZ UND LEHM

Mit Strohballen lassen sich Gebäude besonders nachhaltig errichten. Die Bauweise punktet in allen Bereichen der Nachhaltigkeit – ökologisch, sozial und ökonomisch: Über den gesamten Lebenszyklus verursachen strohgedämmte Holzbauteile besonders geringe schädliche Umweltwirkungen.

Ökologisch: Über die Dauer ihrer Nutzung bleiben große Mengen klimaschädliches CO2 durch die biogenen Bestandteile Stroh und Holz der Atmosphäre über lange Zeit entzogen.

Sozial: Mit Innenoberflächen aus Holz oder Lehm kann ein wohngesundes, ausgeglichenes und emissionsfreies Raumklima geschaffen werden.

Ökonomisch: In Bezug auf Kosten und Haltbarkeit weisen sie weder im Bereich der Herstellung noch über den gesamten Lebenszyklus relevante Unterschiede zu vergleichbaren anderen Bauweisen auf. Es entsteht jedoch keinerlei Verpackungsmüll. Auch Reste aus der Bauphase oder bei späteren Änderungen können auf dem nächsten "Acker" entsorgt werden.